Skip to main content

Sylvia Bruns: Traditionsreiche Fahrgeschäfte müssen bleiben – FDP-Initiative zum Erhalt der Volksfestkultur findet Zustimmung aller Fraktionen

Hannover. Die FDP-Fraktion freut sich über die breite Unterstützung der anderen Fraktionen zur Bewahrung der Volksfestkultur in Niedersachsen. „Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, wie ich in den 70er-Jahren das erste Mal in einem Karussell saß. Es macht mich glücklich, dass auch meine Kinder dieses Fahrgeschäft heute noch nutzen können. Das gilt es zu bewahren“, sagte die FDP-Abgeordnete Sylvia Bruns. Im Landtag haben alle Fraktionen am Mittwoch gemeinsam einem von der FDP-Fraktion initiierten Antrag zugestimmt. Damit soll eine bundeseinheitliche Regelung für die Sicherheitsüberprüfung von Fahrgeschäften gefunden werden, die den Schaustellern auch in Niedersachsen Planungssicherheit gibt und sie davor bewahrt, betriebssichere Anlagen verschrotten zu müssen. „Die alten Fahrgeschäfte gehören zu den Volksfesten wie Zuckerwatte und gebrannte Mandeln. Sollten die Fahrgeschäfte verschwinden, geht uns ein Stück Volksfestkultur verloren“, so Bruns.

Durch die Übertragung einer EU-Regelung ins deutsche Recht drohte den Schaustellern eine teure Neuberechnung für ihre Fahrgeschäfte, die sie nicht mehr schultern könnten. Vor allem kleine Dorffeste auf dem Land wären betroffen gewesen. Mit dem Antrag soll nun die Landesregierung aufgefordert werden, im Rahmen der Bundesbauministerkonferenz eine bundeseinheitliche Regelung abzustimmen, die die Bedenken der Schausteller aufnimmt. Bruns: „Wir wollen nicht an der Sicherheit sparen, aber ein Blatt Papier mit Zahlen macht ein Fahrgeschäft nicht sicherer.“

Hintergrund: Einer neuen, europaweiten, technischen Norm entsprechend müssten ältere Fahrgeschäfte in Zukunft so streng geprüft werden, dass dies quasi einer Neuabnahme entspricht. Das verursacht hohe Kosten, die für viele Schausteller nicht zu finanzieren sind.

 

Zurück