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Jörg Bode: Ministerpräsident Weil muss Landtag über CO2-Betrug unterrichten und Aufsichtsratschef Pötsch zum Amtsverzicht bewegen

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag, Jörg Bode, fordert Ministerpräsident Weil zur sofortigen Unterrichtung über die Ausweitung des Abgasskandals im Volkswagenkonzern auf: „Es ist nicht zu fassen, dass der Volkswagen-Konzern seine Kunden und die Öffentlichkeit weiterhin an der Nase herumführt. Der Ministerpräsident muss endlich für eine transparente und lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse sorgen. Dazu gehört auch, die Öffentlichkeit über das ganze Ausmaß der heute öffentlich gewordenen CO2-Schummelsoftware von Audi zu informieren. Wir fordern daher, dass der Ministerpräsident dem Niedersächsischen Landtag Rede und Antwort steht,“ so Bode. Unter anderem stelle sich laut Bode die Frage, inwiefern europäische Kunden von der Software betroffen sind, welche Nachteile bei Verbrauch und CO2-Ausstoß die Kunden haben und welche neuen finanziellen Risiken nun auf den Volkswagen-Konzern zukommen könnten. Bemerkenswert ist, dass der CO2 Betrug offenbar Mitte diesen Jahres beendet wurde, ohne die Behörden zu informieren und die Fahrzeuge umzurüsten.

Dass zeitgleich Ermittlungen wegen des Verdachtes der Marktmanipulation gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Pötsch bekannt werden, mache die Fehler der letzten Monate von den Aufsichtsräten Weil und Lies offensichtlich. Bode: „Statt eines Neuanfangs mit Transparenz, Aufklärung und Wiedergutmachung hat man sich für Vertuschung, Boni und für durch die Vergangenheit vorbelastetes Führungspersonal entschieden“. Es sei an der Zeit, dass der Ministerpräsident  seinen Fehler bei der Besetzung des Aufsichtsratsvorsitzes korrigiere, fordert Bode. „Leider haben wir ein Musterbeispiel für schlechte Unternehmensführung erleben müssen – und das mit Unterstützung des Landes Niedersachsen,“ so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Hintergrund: Die Bild am Sonntag berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über eine Software, die bei Fahrzeugen der Marke Audi auch den CO2-Ausstoß auf dem Prüfstand geschönt haben soll. Unterdessen wurde heute bekannt, dass auch gegen den Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Volkswagen-Konzerns, Hans Dieter Pötsch, wegen des Verdachts der Marktmanipulation ermittelt werde.     

 

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