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Jörg Bode: Kritisches Gutachten zur Ringelschwanzprämie von SPD und Grünen unter Verschluss gehalten – FDP-Fraktion fordert Transparenz und mehr Forschung

Hannover. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Jörg Bode, fordert die Landesregierung, auch unliebsame wissenschaftliche Gutachten wie das zur Ringelschwanzprämie öffentlich zu machen. „Es ist traurig, dass SPD und Grüne im letzten Agrarausschuss ihre Mehrheit missbraucht haben, um wissenschaftliche Gutachten, die ihnen politisch nicht in den Kram passen, unter Verschluss zu halten. Transparenz wollen Rote und Grüne offenbar nur, solange sie den eigenen Forderungen nicht zuwider läuft. Demokratie geht anders“, ärgert sich der FDP-Fraktionsvize. Die FDP-Fraktion hatte Bode zufolge im Ausschuss darum gebeten, dass das Gutachten der Tierärztlichen Hochschule zur geplanten Ringelschwanzprämie öffentlich gemacht wird – vergeblich. Es sei schon mehr als nur ein Geschmäckle wenn ausgerechnet eine wissenschaftliche Studie, die die Agrarpolitik der Regierung Weil kritisiert, unter Verschluss bleibt.

Die FDP-Fraktion wird Bode zufolge einen Antrag zur Ringelschwanzprämie in den Landtag einbringen. Bode: „Die Wissenschaftler haben bestätigt, dass eine über’s Knie gebrochene Ringelschwanzprämie große Tierquälerei auslösen kann. Die FDP-Fraktion spricht sich daher für mehr Forschung über die Haltungsbedingungen von Schweinen aus. Es muss eines Tages möglich sein, auf das Kupieren der Ringelschwänze zu verzichten. Dazu muss Politik aber auf den Rat der Wissenschaftler hören, und sie nicht vor den Kopf stoßen wie SPD und Grüne es gerade tun.“

Hintergrund: SPD und Grüne planen, eine Prämie einzuführen, wenn in der Schweinehaltung auf das Kupieren der Ringelschwänze verzichtet wird und mindestens 70 Prozent der Schweine unversehrt bleiben. Ein wissenschaftliches Gutachten der Tierärztlichen Hochschule Hannover bestätigt, dass diese Prämie großes Tierleid auslösen kann weil bis zu 30 Prozent der Tiere gefährliche Bisswunden an den Ringelschwänzen erleiden können. Das Gutachten wird von der Landesregierung unter Verschluss gehalten.

 

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