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Hermann Grupe: „Bauernregeln“ sind reine Stimmungsmache – Wichtiger noch als „faire Milch“ wären faire Politiker

Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Hermann Grupe, kritisiert die „Bauernregeln“-Kampagne von Umweltministerin Hendricks scharf. „Besser kann man sich nicht selbst entlarven. Diese Kampagne hat mit Fakten und Problemlösung nicht das Geringste zu tun, hier geht es nur um Emotionen und Stimmungsmache. Wichtiger noch als ‚faire Milch‘ wären faire Politiker, die mit den Landwirten zusammenarbeiten, statt immer nur gegen sie“, stellt Grupe fest. Auf Steuerzahlerkosten werde hier ein schmutziger Wahlkampf vorbereitet.

Das Lachen sei den Landwirten bei Hendricks‘ Vorschlägen schon lange vergangen. So habe die SPD-Ministerin erst unlängst eine Halbierung der Tierhaltung gefordert. Grupe: „Mehr als 75 Mrd. Euro Wertschöpfung erwirtschaftet alleine die Milch- und Fleischwirtschaft in den ländlichen Gebieten, 500.000 Arbeitsplätze würden durch diesen Vorschlag einfach halbiert. Das würde drastische Einbrüche in Wertschöpfung und Beschäftigung mit sich bringen.“

Hinter den so locker daherkommenden Sprüchen des Ministeriums stecke knallhartes Kalkül. Die Land- und Ernährungswirtschaft sei der bedeutendste Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Die Vernichtung tausender bäuerlicher Existenzen sei zu befürchten. Es sei unbegreiflich, dass die Kanzlerin diesem Treiben ihrer Regierungsmitglieder kommentarlos zusehe und es somit absegne.

Hintergrund: Das Bundesumweltministerium hat eine Plakatkampagne für die politische Agrarwende aufgelegt, die im Stile von „Bauernregeln“ Sprüche transportiert, die deutliche Kritik an der konventionellen Landwirtschaft beinhalten.

 

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