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Gesine Meißner zur EU-Waldstrategie: Keine verpflichtenden Bewirtschaftungspläne für Privatwald

Brüssel. Forstwirtschaft in Europa soll nachhaltiger werden. Das fordert der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments im Entwurf einer Stellungnahme, die voraussichtlich heute Nachmittag verabschiedet wird. Die Abgeordneten fordern die Erstellung von Waldbewirtschaftungsplänen für Wälder der öffentlichen Hand innerhalb der EU bis 2020 verpflichtend vorzuschreiben. Wälder in Privatbesitz bleiben von der Verpflichtung ausgenommen.

Dazu Gesine Meißner, umweltpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament, begrüßt den Entschluss: „Das ist ein ausgewogener Kompromiss. Für Privatwald braucht es keine EU-weiten Vorschriften für Bewirtschaftungspläne. Die nationalen Vorschriften, zum Beispiel in Deutschland, sind bereits sehr anspruchsvoll. Unter anderem deshalb ist Deutschland Holzland Nummer eins in Europa. Holz wird bereits jetzt als klimafreundlicher Baustoff eingesetzt. Bewirtschaftungspläne für Privatwald müssen freiwillig bleiben.“

Laut des Entschließungsantrags soll die Kommission eine zentrale Funktion bekommen um die nachhaltige Waldbewirtschaftung zu steuern. Dazu Meißner: „Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist Sache der Mitgliedsstaaten. Wir haben in Europa zu viele verschiedene Gegebenheiten. Einheitliche Ansätze können diesen nicht gerecht werden.“

Die Abstimmung im federführenden Landwirtschaftsausschuss ist für den 23. März vorgesehen. Der Initiativbericht wird voraussichtlich im April vom Plenum des Parlaments verabschiedet.

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