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Gero Hocker: Altkanzler relativiert universelle Menschenrechte - SPD und Helmut Schmidt sollten öffentlich Stellung beziehen.

Hannover. FDP-Generalsekretär Gero Hocker ist über die Äußerungen von Altkanzler Helmut Schmidt über universelle Menschenrechte irritiert. "Sowohl Schmidt selbst als auch die SPD sollten dazu in der Öffentlichkeit Stellung beziehen", fordert Hocker. Schmidt hatte in einer ARD-Sendung die Arbeit von Amnesty International mit Blick auf China als „übertrieben“ und als „ein Erzeugnis der westlichen Kultur, das sich nicht missionarisch auf die ganze Welt übertragen lasse“ bezeichnet. 

Der FDP-Generalsekretär, der in seiner Studienzeit selbst eine Zeit lang in China gelebt hat, bezeichnet die Äußerungen als "schwer erträglich". Hocker meint: "Ich kann mich schwer damit abfinden, wenn sich ein ehemaliger Kanzler und Übervater der SPD derart abfällig über den Kampf für Menschenrechte äußert. Seit vielen Jahrzehnten kämpft Amnesty International weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte. Durch sie erfährt die Welt, wenn chinesische Dissidenten ohne Prozess in Gefängnissen festgehalten werden oder in den USA noch immer hunderte Menschen in Guantanamo ausharren müssen. Mit seinen Aussagen kann Helmut Schmidt nicht mehr als 'moralische Instanz' gelten."

Hocker bezeichnet die von Schmidt formulierten Einschätzungen als "Schlag ins Gesicht für die unermüdlichen Kämpfer für universelle Menschenrechte. Der Alt-Kanzler sollte sich öffentlich für seine Äußerungen entschuldigen.“

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