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Christian Grascha: Feiertagsdebatte überflüssig – Zeit zur Ruhe und zum Ausgleich ist keine Frage von Religion

Der parlamentarische Geschäftsführer der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag, Christian Grascha, kritisiert die Vorschläge zur Einführung neuer gesetzlicher religiöser Feiertage: „Ich habe nicht den Eindruck, dass die Frage von zusätzlichen Feiertagen für die Menschen in Niedersachsen ein drängendes Problem ist. Insbesondere wundert es mich, wenn religiöse Ereignisse herangezogen werden, um neue Ruhetage für die Bürger zu begründen. Neue religiöse Feiertage können meines Erachtens nur nach einer intensiven gesellschaftlichen und kirchlichen Diskussion in Frage kommen. Der Reformationstag darf beispielsweise kein Feigenblatt werden, um einfach einen freien Tag zur Ruhe zu haben“, so Grascha. Dass es in anderen Bundesländern mehr Feiertage gibt, sei kulturhistorisch gewachsen. Diesen Vergleich zu ziehen und daraus Forderungen abzuleiten, sei eher kindisch.

„Wie die Menschen in Niedersachsen zur Ruhe kommen und wie viel Ausgleich sie brauchen – das entscheiden sie am besten individuell für sich selbst. Allenfalls ist dies auch eine Aufgabe der Tarifparteien, die Arbeitszeit und den Urlaub festzulegen. Selbstverständlich müssen auch ökonomische Auswirkungen diskutiert werden. Es wird fast der Eindruck vermittelt, als wenn Bayern und Baden-Württemberg deshalb so erfolgreich sind, weil beide so viele Feiertage haben. Dabei spielen aber noch viele andere Argumente eine Rolle, zum Beispiel die Bildungsqualität sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagt Grascha.

Hintergrund: Der Präsident des Niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann, hat sich für die Einführung des Reformationstages und des Buß- und Bettages als gesetzliche Feiertage ausgesprochen Unterstützung erhält er neben der evangelischen Kirche auch vom DGB Niedersachsen.   

 

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