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Björn Försterling: Unterrichtsversorgung ungenügend – tausende Pädagogen fehlen

Hannover. Die vom Kultusministerium heute veröffentlichten Zahlen zur Unterrichtsversorgung spiegeln nach Ansicht des FDP-Bildungsexperten Björn Försterling keinesfalls die Realität in den niedersächsischen Schulen wider. „Die Ministerin veröffentlicht einen über drei Monate alten statistischen Wert, der nichts darüber aussagt, wie es in den Schulen heute wirklich aussieht“, sagt Försterling. Nach eigener Aussage der Kultusministerin fehlen im Land weiterhin über 1.000 Sonderpädagogen. Auch die Unterrichtsversorgung an den Haupt-, Real- und Oberschulen sei nicht ausreichend – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Altersermäßigung für über 55-jährige Lehrkräfte gestrichen wurde. „Das zeigt, dass eine bessere Unterrichtsversorgung nicht auf dem Rücken der Lehrer ausgetragen werden kann“, so der FDP-Abgeordnete.

Die von der Ministerin hervorgehobene gute Unterrichtsversorgung an den Gymnasien habe wiederum nichts damit zu tun, dass SPD oder Grüne die Gymnasien in irgendeiner Art unterstützen würden. „Im Gegenteil. Dies ist nur durch die Mehrarbeit der Gymnasiallehrer erreicht worden“, so Försterling. Die von Heiligenstadt angekündigten Neueinstellungen bezeichnete der FDP-Politiker als „Feigenblatt“. Dabei handle es sich lediglich um die Wiederbesetzung der Lehrerstellen, die durch Pension frei werden. Försterling: „Mehrere hundert gut ausgebildete Nachwuchslehrer sind nicht eingestellt worden. Das geht zu Lasten der anderen Lehrkräfte und der Bildungsqualität an den Schulen.“

 

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